| 25 Jahre Tetris SNES Special |
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| Geschrieben von: Christian |
| Montag, den 02. August 2010 um 10:16 Uhr |
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Im Jahre 1985 erfand ein russischer Programmierer ein simples Geschicklichkeitsspiel, das schon bald zum Symbol für Computerspiele werden sollte. Alexej Paschitnow veröffentlichte im Frühling ebendieses Jahres auf den Rechnern der Moskauer Akademie eine frühe Version seines Spiels Tetris, das er in seiner Freizeit geschrieben hatte. Wie ein Virus griff das Spiel um sich – ein Virus, der aber die Mitarbeiter befiel und nicht die Computer.
Während in der Moskauer Akademie kaum noch gearbeitet wurde, gaben einige Mitarbeiter das Spiel an Freunde und Verwandte weiter. "Zwei Wochen nach dem ersten Test lief das Spiel auf jedem Rechner in Moskau", erinnert sich Paschitnow. Von dort aus eroberte Tetris erst Russland und dann alle angrenzenden Sowjetstaaten, bis die Tetris-Epidemie am Eisernen Vorhang zunächst gestoppt wurde. Die Geschichte, wie es Tetris über die Grenze der russischen Föderation in die westliche Welt auf IBM-PCs geschafft hat, ist einer der spannendsten Wirtschaftskrimis aller Zeiten. Auch, wie Nintendo sich gegen Atari im Lizenzkrieg um die Konsolenversion durchsetzte, ist eine Anekdote, die Hollywoods Drehbüchern entsprungen sein könnte. Diese in ihren Einzelheiten hier zu erzählen, würde zu weit führen. Nachzulesen ist sie unter anderem in David Sheffs brillant recherchierten und fantastisch geschriebenen Buch „Nintendo Game Boy“, das in den 90ern bei Goldmann erschien und mittlerweile nur noch gebraucht auf Flohmärkten und Auktionshäusern erhältlich sein dürfte. Selbst der Spiegel widmete Tetris vor kurzem einen ausführlichen Artikel. Das wohl bekannteste Knobelspiel der Welt wird also 25 Jahre alt. Tetris war nicht nur das Zugpferd schlechthin für Nintendos Game Boy, es wurde schnell zum Inbegriff des Computerspiels. Während in der 80er Jahren Videospiele hauptsächlich aus mehr oder weniger komplexen Actionorgien bestanden, bei denen hauptsächlich das Malträtieren des Feuerknopfes im Vordergrund stand, versetzte Paschitnows Knobelei das Videospiel an sich in eine neue Dimension. Köpfchen statt Knarre stand jetzt im Vordergrund, wobei auch die spielhallenähnliche Jagd auf den besten Highscore nicht außer Acht gelassen wurde. Dem beispiellosen Siegeszug um die ganze Welt folgte eine wahre Welle von Portierungen für diverse System und unzählige Spiele, die das Erfolgsrezept in mehr oder weniger abgeänderter Form nachkochen wollten. Auch auf dem SNES gibt es Tetris – sowohl in seiner reinsten, als auch gepimpten Form. Tetris Attack (1996) – mit Tetris hat der Titel fast nichts mehr gemein. Im putzig-knallbunten Design werden Charaktere aus Yoshi’s Island verarbeitet, das Spielprinzip hat sich vom klassischen Tetris relativ weit entfernt: Auf dem Spielfeld liegen verschiedenfarbige Steine, die man horizontal tauschen kann, um dieselben Farben in eine Reihe bzw. Spalte von mindestens drei Steinen zu legen. Lösen sich Steine auf, rutschen die darüber nach, wodurch man lässige Combos auslösen kann. Vom unteren Rand kommen weitere Spielsteine nach oben geschoben und die Aufgabe ist es, die Steine aufzulösen und es zu verhindern, dass die Steine an den oberen Rand stoßen. Speziell im Multiplayer entwickeln sich rassige Duelle. Das Spielsystem hat insgesamt aber wenig mit dem Original gemein. Es ist an die Puzzle League/Panel de Pon Serie von Nintendo angelehnt. Aufgrund des Namens und der hohen Spielqualität sei es aber dennoch erwähnt.Tetris & Dr. Mario (1994) – Nintendo veröffentlichte zwei seiner erfolgreichsten NES-Knobeleien auf einem Modul für das Super NES. Dabei versuchte man einerseits, die technisch größeren Möglichkeiten des SNES auszunutzen, andererseits wollte man möglichst nahe am Original bleiben. Im Falle von Tetris ist das relativ gut gelungen, zumindest, was das Spielprinzip angeht. Die Originalmusiken wurden beibehalten, lediglich grafisch könnte man die recht unglückliche (weil zu bunte) Farbwahl kritisieren. Bemerkenswert: Der sogenannte Mixed Mode vermischt beide Spiele zu einem äußerst unterhaltsamen Modus. Tetris Battle Gaiden (1993) - In dieser nur in Japan erhältlichen Variante spielt man nacheinander gegen verschiedene Computergegner klassische Tetris-Matches. Das Ganze ist ähnlich wie Kirby's Ghost Trap sogar in einer Story mit ganz niedlichen Charakteren eingebettet. Dank der japanischen Schrift verstehen Normaleuropäer davon allerdings kein Wort. In den Matches gegen die CPU verliert der, dessen Klötzchenturm zuerst den oberen Spielfeldrand erreicht. Doppel-, Dreifach- oder gar Vierfachlinien stocken den Stapel Eures Gegners von unten auf und sorgen zusätzlich für Streß.Die Musik ist japano-typisch dudelig, die Grafik ganz knuddelig, insgesamt aber unspektakulär.
Tetris 2 (1994) - Im namensmäßig offiziellen Nachfolger des Urviechs
Super Tetris 2 & Bombliss (1993) – Ergänzend zum klassischen Tetris bietet das Modul noch die Variante „Bombliss“. Darin müssen wieder die aus Tetris bekannten Klötzchenformen in waagerechte Reihen gebracht werden, allerdings sind diese nun ganz oder teilweise mit Bömbchen versetzt. Eine horizontale Reihe verschwindet nur dann komplett, wenn genügend Bomben enthalten sind. Von deren Anzahl hängt nämlich wiederum die Explosionsgröße und die Anzahl der folgenden Kettenreaktionen ab: Entweder wird nur ein Teil der Blockzeile gesprengt oder die ganze - falls man mit vier kleinen eine große Bombe gebastelt hat, kann es aufgrund darauffolgender Kettenreaktionen schonmal das ganze Spielfeld erwischen. Sind alle Blöcke weg, ist die Runde gewonnen. Technisch ist das Ganze natürlich tetristypisch auf niedrigem Niveau, dafür entschädigt mal wieder ein unterhaltsamer Zweispielermodus. Musikalisch wird dudelige Fahrstuhlkost geboten.
Super Tetris 3 (1994) - nur in Japan erschienen. Geboten wird größtenteils das klassische Tetris,
Tetris (1989) – Das urigste und allgegenwärtigste Tetris erlebt man natürlich immer noch auf dem Gameboy. SNES-Fans stöpseln das Modul einfach in ihren Super Gameboy und zocken auf dem Fernseher drauflos – in originaler Schwarzweiß-Krümelgrafik, authentischen Sounds und bestem Gameplay. Trotz aller Varianten, trotz aller lobenswerten und sicherlich teilweise auch sehr guten Nachfolger: An den Urvater aller Knobler kommt einfach nichts heran.
Erwähnenswert sind natürlich auch noch die zahlreichen anderen Knobelspiele, die im Fahrwasser von Paschitnows Welterfolg mitschwimmen wollten. Tetris begründete quasi ein ganzes Genre und so war es nicht weiter verwunderlich, dass (anfangs besonders auf dem GameBoy) eine Vielzahl an Herstellern das Konzept aufgriff und leicht modifizierte. So gab es vor allem Anfang der Neunziger eine wahre Welle an Klötzchenknoblern, die einen mehr schlecht als recht, andere wahre Sinnesfreuden. Die Kunst bei dieser Art Spielen liegt vor allem darin, dass sie sehr einfach zu erlernen und zu verstehen, aber nur schwer zu meistern sind. Falls dann auch noch die Jagd nach dem besten Highscore dazukommt, freut sich der Hardcoregamer. Auch auf dem Super Nintendo ist also für jeden Tetris-Fan was dabei. Auf die nächsten 25 Jahre!
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 04. August 2011 um 17:01 Uhr |






Freunde und Verwandte weiter. "Zwei Wochen nach dem ersten Test lief das Spiel auf jedem Rechner in Moskau", erinnert sich Paschitnow. Von dort aus eroberte Tetris erst Russland und dann alle angrenzenden Sowjetstaaten, bis die Tetris-Epidemie am Eisernen Vorhang zunächst gestoppt wurde.
Tetris Attack (1996) – mit Tetris hat der Titel fast nichts mehr gemein. Im putzig-knallbunten Design werden Charaktere aus Yoshi’s Island verarbeitet, das Spielprinzip hat sich vom klassischen Tetris relativ weit entfernt: Auf dem Spielfeld liegen verschiedenfarbige Steine, die man horizontal tauschen kann, um dieselben Farben in eine Reihe bzw. Spalte von mindestens drei Steinen zu legen. Lösen sich Steine auf, rutschen die darüber nach, wodurch man lässige Combos auslösen kann. Vom unteren Rand kommen weitere Spielsteine nach oben geschoben und die Aufgabe ist es, die Steine aufzulösen und es zu verhindern, dass die Steine an den oberen Rand stoßen. Speziell im Multiplayer entwickeln sich rassige Duelle. Das Spielsystem hat insgesamt aber wenig mit dem Original gemein. Es ist an die Puzzle League/Panel de Pon Serie von Nintendo angelehnt. Aufgrund des Namens und der hohen Spielqualität sei es aber dennoch erwähnt.
einem Modul für das Super NES. Dabei versuchte man einerseits, die technisch größeren Möglichkeiten des SNES auszunutzen, andererseits wollte man möglichst nahe am Original bleiben. Im Falle von Tetris ist das relativ gut gelungen, zumindest, was das Spielprinzip angeht. Die Originalmusiken wurden beibehalten, lediglich grafisch könnte man die recht unglückliche (weil zu bunte) Farbwahl kritisieren. Bemerkenswert: Der sogenannte Mixed Mode vermischt beide Spiele zu einem äußerst unterhaltsamen Modus.
Tetris Battle Gaiden (1993) - In dieser nur in Japan erhältlichen Variante spielt man nacheinander gegen verschiedene Computergegner klassische Tetris-Matches. Das Ganze ist ähnlich wie Kirby's Ghost Trap sogar in einer Story mit ganz niedlichen Charakteren eingebettet. Dank der japanischen Schrift verstehen Normaleuropäer davon allerdings kein Wort. In den Matches gegen die CPU verliert der, dessen Klötzchenturm zuerst den oberen Spielfeldrand erreicht. Doppel-, Dreifach- oder gar Vierfachlinien stocken den Stapel Eures Gegners von unten auf und sorgen zusätzlich für Streß.
ist jetzt nicht mehr das Füllen horizontaler Linien erstes Ziel, sondern das Verbinden von farblich identischen Blockteilchen. Jeder Tetrisblock ist in mehrere verschiedenfarbige Teile segmentiert, die so positioniert werden müssen, dass drei Teile gleicher Farbe zusammenhängen. Neudesignte Blöcke sollen Abwechslung ins Spiel bringen.
Super Tetris 2 & Bombliss (1993) – Ergänzend zum klassischen Tetris bietet das Modul noch die Variante „Bombliss“. Darin müssen wieder die aus Tetris bekannten Klötzchenformen in waagerechte Reihen gebracht werden, allerdings sind diese nun ganz oder teilweise mit Bömbchen versetzt. Eine horizontale Reihe verschwindet nur dann komplett, wenn genügend Bomben enthalten sind. Von deren Anzahl hängt nämlich wiederum die Explosionsgröße und die Anzahl der folgenden Kettenreaktionen ab: Entweder wird nur ein Teil der Blockzeile gesprengt oder die ganze - falls man mit vier kleinen eine große Bombe gebastelt hat, kann es aufgrund darauffolgender Kettenreaktionen schonmal das ganze Spielfeld erwischen. Sind alle Blöcke weg, ist die Runde gewonnen. Technisch ist das Ganze natürlich tetristypisch auf niedrigem Niveau, dafür entschädigt mal wieder ein unterhaltsamer Zweispielermodus. Musikalisch wird dudelige Fahrstuhlkost geboten.
allerdings mit einem komplett neuen Soundtrack, der zu gefallen weiß. Neue Spielmodi sind Magicaliss (auch die Farbe der Blöcke spielt eine Rolle), Sparkliss (ähnlich wie Bombliss) und Familiss (Multiplayer). Gedaddelt werden kann auch im Vierspielermodus; beste Unterhaltung garantiert.