| Super Advantage Arcade Stick |
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| Geschrieben von: Perikles |
| Montag, den 04. April 2011 um 07:51 Uhr |
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Zunächst einmal die Maße: der Controller ist etwa 23,5 Zentimeter breit, 19 Zentimeter lang und, je nachdem, von wo man mißt, zwischen 2 und 5 Zentimeter hoch. Sowohl der Joystick als auch die Tasten dürften noch ein gutes Stück weiter hinten platziert sein, um ergonomisch zu wirken, denn bei den gegebenen Positionen kann man nicht die Handfläche auflegen, sondern hängt halb mit dem/den Handballen bzw. der Handkante beim Joystick (je nachdem, wie man diesen umgreift) über der Luft. Weil das Pad nach hinten hin größer wird, kann das nach einer Weile zu gehörigen Krämpfen im Handgelenk führen. Die Tastenbelegung ist nach meinem Dafürhalten auch nicht unbedingt clever, intuitiv geht man natürlich auch beim Pad davon aus, dass die L- und R-Taste sich in der obersten Reihe befinden, tatsächlich sind nur die Y- und X-Taste oben und der Rest unten, radial zueinander angeordnet. Aber dem lässt sich ja in aller Regel durch die eigene Tastenbelegung entgegenwirken, das ist also nur ein kleiner Kritikpunkt. Der Joystick lässt sich staunenswert einfach und gefügig lenken, im Gegensatz zum "Score Master" erkennt der Computer hier auch ohne gewaltsames Rütteln, in welche Richtung es gehen soll und mit welcher Stärke. Probleme gibt es nur bei zweierlei Vorrichtungen: es ist erstens nicht ganz einfach, sich durch Menüpunkte durchzuarbeiten, da kommt es mitunter vor, dass statt einem zwei Punkte übersprungen werden oder mal gar keine Reaktion erfolgt. Ein Spiel wie "Chrono Trigger" oder "Lufia" würde ich also nicht unbedingt damit spielen. Zweitens ist es ein echter Krampf, damit komplexere Bewegungen und Drehungen in Spielen wie denjenigen aus der "Street Fighter"-Serie zuverlässig auszuführen. Die Charge-Attacken (bei denen man für drei Sekunden in eine bestimmte Richtung drücken muss) werden nicht eben selten komplett "geschluckt", z-förmige Bewegungsmuster, wie man sie für z.B. einen "Shoryuken" benötigt, werden in schöner Regelmäßigkeit auch nicht anerkannt; meine Vermutung ist, dass der Controller für derartig "anspruchsvolle" Ausführungen schlichtweg nicht ausgelegt ist, sondern nur grobe Tendenzen erkennen soll (was er auch erfreulich zuverlässig leistet). Meine größte Beschwerde richtet sich aber an die unangenehme Eigenschaft der Tasten, andauernd einzurasten. Das darf in der Häufigkeit nicht vorkommen! Weil der Widerstand einigermaßen groß ist, muss man ein wenig Druck auf die Tasten ausüben, leichtes Antippen reicht da nicht, was aber unangenehm oft dazu führt, dass der Knopf sich in unglücklichster Position verhakt und klemmt. Das ist mit einem kurzen Fingergriff wieder korrigiert, greift aber auf denkbar ungünstigste Weise ins laufende Spiel(en) ein. Und da kann ich leider keine Abstriche bei unterschiedlichen Genres machen, es wirkt sich in jedem Spiel äußerst negativ aus. Ob es mal wieder am konkreten Exemplar liegt oder ob eine systemische Verfertigung dahintersteckt, weiß ich nicht abzuschätzen, aber mir steht eben dieses eine Modell zur Verfügung, anhand dessen ich ein Urteil fällen muss. Im Großen und Ganzen handelt es sich beim "Super Advantage" um einen verhältnismäßig zuverlässigen Controller, er reicht zwar bei Weitem nicht an den brillanten NES-Advantage heran (wenn mir denn ein konsolenübergreifender Vergleich gestattet sei), ist aber um Längen besser als der unsägliche "Score Master". Wer hauptsächlich Spiele goutiert, die relativ abwechslungsarm sind, was die Nutzung der Knöpfe angeht (die meisten Rennspiele z.B.), wird wohl den größten Gewinn aus dem "Super Advantage" ziehen, zumal er dann die Haupttaste einfach gedrückt halten kann. Präzisere Eingaben kann trotz allem der reguläre Controller leisten, wegen der ungünstigen Konstruktion der linear steigenden "Strebe" ist das Pad auch auf Dauer unbequemer, obwohl der Controller erheblich kleiner ist. Mithin also ein durchwachsenes Produkt mit leicht verhaltenem Potential nach oben, wenn man sich erst einmal darin eingearbeitet hat. Einen Pflichtkauf verknüpfte ich damit nicht, für ein paar Euro und mit den "richtigen" Spielen mag es sich aber lohnen.
(Anmerkung: Eines der Bilder zeigt eine US-amerikanische Ausgabe des Advantage, der einzige Unterschied besteht allerdings im Aussehen der beiden funktionslosen Balken, die über dem Joystick bzw. den Tasten prangen.) |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. Januar 2012 um 00:58 Uhr |






Das SNES verfügt, wie es für Nintendo typisch ist, über einige Peripherien, insbesondere bei den Controllern. Da es nicht einfach ist, die qualitativ hochwertigen von den lausigen Nebenerscheinungen zu trennen, möchte ich im folgenden Verlauf den sog. "Super Advantage" vorstellen, der für gewöhnlich als einer der besseren Alternativen zum regulären Controller gilt.