| Das SNES |
|
|
| Geschrieben von: Markus |
| Dienstag, den 02. Februar 2010 um 15:21 Uhr |
|
Das SNES wurde von Nintendo bereits am 20.09.1990 in Japan vorgestellt. Im Land der aufgehenden Sonne hiess das Teil allerdings noch nicht Super Nintendo, sondern Super Famicom. Soweit ich weiss, war dies weniger ein Fantasiename, als vielmehr die Abkürzung für Super Family Computer. Zugegebenermassen nicht gerade ein einfallsreicher Name. Trotzdem verkaufte sich das Ding wie der Teufel. Allein in den ersten Wochen verkaufte Nintendo 1,5 Millionen Stück; eine Zahl, die auch für japanische Verhältnisse gewaltig ist.
Die inneren Werte des Super Nintendos konnten sich für damalige Verhältnisse mehr als sehen lassen. Der Hauptprozessor war ein 16-Bit 65816... Okay, ich kann mit dieser Zahl nicht viel anfangen. Mein Wissensstand bezüglich der CPU hört schon damit auf, dass ich sagen kann, sie sei der Nachfolger des 6510 (CPU des NES ?) und arbeite mit maximalen 3,58 MHz. Jeder Computerfreak wird sich bei diesem Wert wahrscheinlich an den Kopf fassen und laut aufstöhnen. Und selbst für die Verhältnisse von 1990 galt der Prozessor als langsame Gurke sowie grösste Schwachstelle des SNES. Zwei Erklärungen sind mir für dieses Unding bekannt und beide sind gut vorstellbar: Entweder war das Super Famicom lange vor dem eigentlichen Erscheinungstermin fertig (ja, ja, andere Zeiten...), wurde aber zurückgehalten, um den lukrativen 8-Bit Markt nicht zu beeinflussen, oder man verwarf bei Nintendo erst kurz vor der Veröffentlichung den Plan, ein Gerät herzustellen, das mit den NES Modulen kompatibel ist, so dass keine Zeit für einen Umbau übrig blieb.
Ja, ja, ja... die gute, alte Frage nach der Kompatibilität. Wie bereits erwähnt, gab es weltweit drei verschiedene Versionen des Super Nintendos. Und um es auf einen Punkt zu bringen: Keine war mit der anderen kompatibel! Aber dank einiger findiger Entwickler gab es schon nach kurzer Zeit den passenden Adapter. Je nach Bauart musste zum Importmodul zusätzlich ein deutsches entweder hinter oder parallel zum Import eingesteckt werden. Immer wieder angekündigt, aber nie erschienen, ist ein Adapter, der es ermöglicht, NES Spiele auf dem SNES zu spielen. Später gab es zwar inoffizielle Versionen, die aber erst, in meinen Augen, viel zu spät veröffentlicht wurden. Für die meisten NES Besitzer war es dann schon uninteressant. Auf dem Markt gab es wohl für kaum anderes System jemals soviel Zubehör wie für Nintendo's 16-Bitter. Neben Joypads und -Boards in allen Variationen existierte aber auch einiges, das mir erwähnenswert erscheint. Vorerst möchte ich aber nur das sogenannte Nintendo Super Scope näher beleuchten (den Super Game Boy kennt doch eh jeder). Dieses Teil war zwar in Deutschland schon vorgestellt, sollte aber nie verkauft werden. Anders dagegen bei unseren europäischen Nachbarn. Wahrscheinlich hielt man ein Gerät, das aussieht wie eine Bazooka, für zu brutal für die hiesige, familienfreundliche Vermarktungsstrategie. Geschultert konnte man durch das Zielfernrohr den Bildschirm anvisieren. Zum Lieferumfang gehörte ein Modul mit gleich sechs durchweg mässigen Spielen. Im Grunde ging es bei allen nur darum, diverse Ziele per Infrarotstrahl zu "eliminieren". Den Strom zog das Teil nicht etwa aus der Steckdose, sondern musste mit sechs Batterien gefüttert werden. Meine persönliche Erfahrung mit dem Scope hat mich trotz der vielversprechenden Idee und des genialen Outfits nicht vom Hocker gehauen. Vielmehr wurde jedes der mitgelieferten Spiele nach kurzer Zeit langweilig.
Super Mario World - erstes erschienenes Spiel und schon seit der Veröffentlichung Kult Ist beim SNES dem oft beschworenem CD Laufwerk gewidmet. ständig sollte es erscheinen, gesehen hat es jedoch nie jemand. Stattdessen hat uns Sony mit der Playstation beglückt. Denn: Was nur wenige wissen, ist, dass die PS ursprünglich als CD-Rom für das SNES geplant war. Aber irgendwie konnten sich Nintendo und Sony wohl nicht einigen. Vielleicht ist es aber auch besser so... Danke an Markus für den Text
|
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. März 2010 um 16:32 Uhr |


