ACME Animation Factory Drucken E-Mail

Geschrieben von: Rune   
Montag, den 08. August 2011 um 11:51 Uhr

bewertungskasten_ACME_ohne_SternRuneACME_Animation_Factory_Europe.000png_thumbMario Paint trifft auf Looney Tunes, so lässt sich ACME Animation Factory am besten beschreiben. Das Spiel ist eine Ansammlung verschiedener kleiner Programme für die Kreativen unter uns. Wer Mario Paint kennt, dem wird ACME Animation Factory wie eine Kopie desselbigen vorkommen. Icons von Nintendo Figuren wurden schlicht und einfach durch Bugs Bunny & Co. ersetzt. So lässt das Spiel auch die Bedienung der Snes-Maus zu, wobei auch der Controller benutzt werden kann, jedoch ist dessen Benutzung eher die schlechtere Variante gegenüber der Maus.

Auf geht’s ins Hauptmenü. Schrill und bunt gestaltet treffen wir nun auf Speedy Gonzales, Bugs Bunny, Duffy Duck und all die anderen Looney Tunes, die uns die einzelnen Unterfunktionen vorstellen. In vier verschiedenen Bereichen kann man sich nun austoben. Der kleine Picasso unter uns probiert sich am Malprogramm, der andere komponiert vielleicht gerne Lieder, bastelt gerne Zeichentricks in der Zeichentrick-Werkstatt oder vertrödelt seine Zeit mit einem Minispiel. Die Parallelen zu Mario Paint sind nach wie vor da.

ACME_Animation_Factory_Europe.007png_thumbWem die Soundeffekte oder die Hintergrundmelodien nach einiger Zeit vielleicht doch etwas zu lästig werden, der kann diese im Optionsmenü ausstellen. desweiteren lässt sich dort die Sensibilität des Mauszeigers regulieren. Je nach Bedürfnis kann man zwischen drei Schnelligkeitsstufen auswählen. Soviel vielleicht vorneweg... Aber zum eigentlichen Spiel! Wie oben beschrieben, bietet ACME Animation Factory vier unterschiedliche Bereiche. Begibt man sich beispielsweise ins Malprogramm, so erscheint zunächst ein leeres, weißes Blatt. Vergleicht man diese Funktion mit der von Mario Paint, so fällt einem die etwas magere Farbauswahl auf. Beim näheren Betrachten der oberen Leiste sticht einem dann aber ein Untermenü ins Auge, in welchem man schließlich nach Wunsch aus einer beliebigen Farbe neue Schattierungen erschaffen kann. Im Menü selbst findet man auf der linken Seite drei Regler, mit denen man den Anteil der Farben rot, grün, und blau festlegen kann um dadurch die Farbe dunkler oder heller ausfallen zu lassen. Kurz gesagt können sich die Spieler hier aus den existierenden fünfzehn Farben alle denkbaren Farbvariationen zusammenmixen.

ACME_Animation_Factory_Europe.028png_thumbEine weitere Unterfunktion ergibt sich, sobald man auf der oberen Leiste auf den Bleistift drückt. Hier gibt es Malutensilien wie Stifte oder Spraydosen in verschiedenen Stärkegraden und es lässt sich zudem einstellen, wie schnell die Farbe aus dem Stift laufen soll. Doch was tun, wenn die Zeichnung misslingt? Hierfür drückt man einfach auf „Undo“ und man macht den letzten Schritt rückgängig. Betätigt man den Knopf noch eine Weile länger, so erscheint ein Radiergummi. Sollte man allerdings alles löschen wollen, geht man einfach auf den Icon „Clear“ und das Blatt wird ruckzuck gesäubert. Zudem findet man noch einen Pinsel. Dieser erlaubt uns das Ausfüllen geschlossener Flächen, jedoch erschweren kleinere Bereiche dies uns ein wenig, da man gerne einmal danebenkleckert. Im Gegensatz zu Mario Paint kann man auch zusätzlich Buchstaben mit verschiedenen Schriftarten verwenden, Kreise oder Rechtecke einzeichnen und eine Schere verwenden, um ein Teil des Bildes auszuschneiden. Hat der Maler sein Kunstwerk vollendet, kann er dieses zu guter Letzt mit einem Rahmen verzieren. Alles in allem also nichts weiter als ein Konsolenport von Windows Paint.

ACME_Animation_Factory_Europe.050png_thumbVom Malbereich zum Komponieren. Die kleinen Mozarts, Beethovens, oder wie Sie alle heißen, unter uns dürfen hier hier musikalisches Können unter Beweis stellen. Wahlweise werden Punkte aus verschiedenen Farbtönen im 3/4 oder 4/4 -Takt auf vorhandene Notenlinien platziert. So repräsentiert jede Farbe ein anderes Instrument und wird von einem der Looney Tunes Figuren gespielt. Keine Idee für eine Melodie? Kein Problem, denn acht unterschiedliche Melodien werden euch als Defaults vorgegeben und lassen sich nach Belieben umändern. Bei diesen Stücken handelt es sich um die gleichen, die auch im Hauptmenü und in den anderen Bereichen von ACME Animation Factory Verwendung finden. Jetzt das ganze noch abspeichern bzw. laden und ab in das dazugehörige Abspielprogramm. In einem Kassettenrekorder-ähnlichem Gerät kann man alles abspielen, stoppen, vor- bzw. zurückspulen. Als kleiner witziger Nebeneffekt taucht Bugs Bunny als Dirigent auf und dirigiert ein im Hintergrund verstecktes Orchester. Was leider im Vergleich zu Mario Paint fehlt, sind zusätzliche Soundeffekte (wie etwa ein quietschender Yoshi). Da wäre mehr drin gewesen.

ACME_Animation_Factory_Europe.021png_thumbDer nächste Bereich ist das Daumenkino. Dieses entspricht dem Animationsstudio von Mario Paint in etwas abgespeckter Form. Seches Bilder in kurzer Abfolge können durch verschiedene Abspielgeschwindigkeiten verändert werden. Desweiteren kann man das alles vor unterschiedlichen, vordefinierten Hintergründen ablaufen lassen und (ebenfalls vorgefertigte) Animationen ähnlich wie im Malbereich ausmalen oder umbauen. Hierfür stehen unsere Looney-Tunes-Charaktere wieder parat, jedoch ist deren detailgrad sehr beschränkt. Die Sinnhaftigkeit des Daumenkinos wird aber vor allem dadurch stark eingeschränkt, dass man eben gerade einmal sechs Bilder in einer Sequenz ablaufen lassen kann. Und daraus kann nun wirklich niemand einen coolen Film machen, oder? Zum Schluss sei noch das Minispiel zu erwähnen. In einem Memoryspiel verstecken sich unsere Lieblinge hinter Holzkisten. Innerhalb einer Minute muss man möglichst viele Punkte sammeln, und zwar durch das Aufdecken von Pärchen. Damit das ganze nicht all zu leicht wird, befinden sich  auch leere Kisten im Spiel und sobald man drei davon aufgedeckt hat, ist das Spiel automatisch beendet.

Fazit des Autors - RuneACME Animation Factory ist zwar irgendwie eine ganz nette Nebenbaustelle, wer jedoch bereits Mario Paint hat, für den lohnt sich die Anschaffung des Spiels nicht wirklich. Insbesondere muss man sich natürlich fragen, ob überhaupt irgendwer ein Spiel wie dieses braucht. So schnell wie man es in sein SNES gesteckt hat, landet es auch wieder in der Verpackung.

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. August 2011 um 11:51 Uhr