Von Fans als bestes RPG aller Zeiten gefeiert und von der Fachpresse geliebt: So kann man Chrono Trigger am Besten beschreiben.
Die Story handelt vom Protagonisten Chrono und seinen Freunden. Eines Tages werden sie durch verschiedene Umstände durch die Zeit geschleudert. Fortan besuchen die Protagonisten verschiedene Zeitepochen, um dem Oberbösewicht Lavos daran zu hindern, die Welt zu unterjochen. Die Geschichte ist einer der stärksten Aspekte im Game. Um die Spannung nicht zu nehmen, beschäftigen wir uns hier nur grob damit, denn sie ist gespickt mit vielen Wendungen und Überraschungen.
Das Spiel beginnt bei einem Festival. Chrono trifft da auf Princessin Marle. Beide nehmen an der Präsentation von Lucca's neuer Erfindung teil. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellt. Sie werden durch diese Maschine zurück in der Zeit geschleudert und landen in der Steinzeit. Lucca merkt sofort, dass er eine Zeitmaschine entwickelt hat und beschliesst, den beiden hinterherzueilen. So die Einleitung zu einem gigantischen Abenteuer.
Von nun an befinden sich immer drei Charaktere auf dem Bildschirm, die ihr frei durch die Gegend steuern könnt. Im Laufe der Zeit schliessen sich euch noch viele andere Charaktere an. Wechseln könnt ihr sie jederzeit, ausser in Kämpfen. Apropos Kämpfe: diese finden allesamt im guten alten Active Time Battle System statt, d.h. ihr lauft in den isometrisch dargestellten Levels herum und seht die Gegner umherrennen. Sobald ihr in sie reinlauft, wechselt das Spiel in den Kampfmodus. Jetzt habt ihr Zeit, eine Aktion auszuwählen wie z.B. Angriff, Magie und Tech. Tech ist ein 2-3 Personen umfassender Teammove, mit welchem ihr mit höherem Level immer mächtigere Schläge anwenden könnt. Sobald dann der Aktionsbalken abgelaufen ist, führt der Charakter die vorher ausgewählte Aktion aus. Am Ende des Kampfes gewinnt ihr Geld und Erfahrungspunkte. Die Kämpfe sind sehr schnell und actionorientiert und werden so nie langweilig. Das Erlernen dauert ein paar Minuten. Danach geht das System einem in Fleisch und Blut über.
Die Reise der Haupthelden führt quer durch die Zeit. Ob ihr Gegner in der Steinzeit verkloppt oder in futuristischen Städten für Ordnung sorgt, die abwechslungsreichen Zeitepochen sind allesamt mit unterschiedlichen Gegnern bevölkert. Auch die Aufgabenpalette reicht von simplen Rettungsmissionen bis hin zu zeitüberschneidenen Aufgaben. Der Ideenreichtum kennt so gut wie keine Grenzen und ist hochmotivierend. Während eurer Zeitrundfahrt könnt ihr nach Belieben in der Oberwelt rumlaufen und Städte besuchen, um Items sowie Waffen und Ausrüstung zu kaufen oder einfach nur mit den Einwohnern zu plaudern.
Ebenfalls steht euch völlig frei, wann ihr die Story beenden und Lavos entgegentreten wollt. Darum findet man im Spiel auch sehr viele verschiedene Endsequenzen. Je nachdem, was man in den verschiedenen Zeitepochen macht oder eben nicht macht, verändert sich so der Abspann. So bleibt der Wiederspielwert extrem hoch und motiviert zum viele Male Durchspielen. Um die Hauptstory durchzuspielen, braucht man ca. 20-25 Stunden.
Square hat es geschafft, dass das Spiel grafisch eine absolute Referenz auf dem SNES ist. Jede Zeitepoche wurde mit viel Liebe zum Detail erschaffen, von prähistorischen Berglandschaften über wunderschöne Wälder bis hin zu der im Elend gehaltenen Zukunft. Alles sieht einfach super aus. Ebenfalls die vielen verschiedenen Gegner sind alle sauber gezeichnet und gefallen durch witzige Animationen. Selten konnte man so über die Gegner im wahrsten Sinne des Wortes lachen, seien es ein paar kleine Gegner, die auf einem Ball durch die Level rollen oder ein paar, die Fussball spielen. Die verschiedenen Zaubersprüche und Teammoves zünden auf dem SNES ein Feuerwerk von Farben auf den Bildschirm und bringen einen immer wieder zum Staunen. Auch die vielen Bossgegner gefallen durch riesige Ausmasse und einer langen Energieliste.
Musikalisch wurde wie schon bei Final Fantasy 3 ganze Arbeit geleistet. Wunderschöne Orchestermelodien, treibender Kampfsound oder himmlische Töne. Alles passt wunderbar zum ganzen Spiel und der jeweiligen Zeit und hat Ohrwurmqualitäten.
Da das Spiel sehr offen daher kommt, weiss man ab und zu nicht genau,wo man als nächstes hingehen muss. Das kann ein bisschen frustrierend sein. Dafür wird man aber mit hunderten von Sidequests und Minispielen beglückt, die allesamt den Wiederspielwert des Spiels enorm heben. Unvergessen ist z.B. die am Anfang geführte Gerichtsverhandlung. Abhängig von eurem Verhalten auf dem Festival kann es passieren, dass ihr freigelassen werdet, eine Busse zahlen müsst oder im tiefsten Kerker landet. Die Möglichkeiten sind enorm und bieten bei jedem neuen Spiel einen anderen Ausgang. Darum schlug es anno dazumal auch ein wie eine Bombe und zählt auch heute noch wie Zelda oder Final Fantasy 3 zu einem der besten Spiele, die je erschienen sind. Ein absolutes Muss und ein wahrer Klassiker.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 02. Juli 2010 um 12:31 Uhr